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Orpheus in der Unterwelt

Opéra bouffon in 2 Akten, 4 Bildern von Jacques Offenbach

Fr., 03.07.2009, 20:00 Uhr

Michael Quast: alle Rollen
Rhodri Britton: Klavier"

Ein Tisch, ein Stuhl, ein Flügel – mehr brauchen Michael Quast und Rhodri Britton nicht für ihre außergewöhnliche „Orpheus“-Inszenierung. Eine komplette Operette, frech und komödiantisch aus dem Ärmel geschüttelt. In Jacques Offenbachs erstem abendfüllendem Stück um den Musiker Orpheus und seine lebenslustige Gattin Eurydike führt die turbulente Handlung buchstäblich vom Himmel in die Hölle, wo sich die olympischen Götter, die von ihrem Chef Jupiter ziemlich kurz gehalten werden, völlig enthemmt in den berühmtesten Cancan der Musikgeschichte stürzen. Das Multitalent Quast („Don Giovanni a trois“) setzt damit seinen Offenbach-Zyklus fort, der auch Bearbeitungen der Operetten „Pariser Leben“, „Die schöne Helena“ und „Die Großherzogin von Gerolstein“ umfasst. „Sprühende Dialoge, komische Arien und musikalisch heikle Ensembles sprudeln aus dem alle Register ziehenden Komiker nur so heraus. Peter Ustinov mag Pate gestanden haben bei den atemberaubenden Wechseln zwischen den einzelnen Partien“, schrieb die angesehene Fachzeitschrift „Opernwelt“ über Quasts Unterfangen, im „Orpheus“ allen beteiligten Personen – inklusive Eurydike, Hans Styx und dem Personal des Götterhimmels nicht nur die Stimme, sondern auch das Gesicht zu leihen. Ein Muss für alle (nicht nur Operetten-)Fans der musikalischen Hochkomik.