König Heinrich VIII – Alles ist wahr
Deutsche Erstaufführung in der neuen Übersetzung von Werner Buhss
Do., 23.07.2009, 20:00 Uhr
Fr., 24.07.2009, 20:00 Uhr
shakespeare & partner
Regie: Jakob Fedler und Markus Weckesser
mit Norbert Kentrup, Sebastian Bischoff, Andreas Erfurth u.a.
Im Mittelpunkt des Königsdramas von Shakespeare steht nicht nur die Titelfigur Heinrich VIII., den man heutzutage in Deutschland am ehesten wegen seiner sechs Frauen kennt, sondern der Kampf um Einfluss, Geld und Macht der ihn umgebenden Männer. Das Drama spielt auf den Fluren, den Hinterzimmern der Macht. In Shakespeares letztem Stück, dass 1613 im Globe uraufgeführt wurde – eine berühmte Vorstellung, da in ihrem Verlauf das Theater abbrannte – geht es schnell, die Machtspirale dreht sich. Schon nach dem ersten Akt scheitert der Staatsrat Buckingham mit seinen Plänen und er wird geköpft. Der engste Vertraute des Königs, Kardinal Wolsey, berauscht von der eigenen Machtfülle, stolpert über seine Hybris und stirbt verstoßen und verarmt. Nach dem Tod dieses bösartigen Intriganten kehren nicht etwa Frieden, Gerechtigkeit und Ruhe am Hof ein, nein, das Intrigenspiel wird fortgesetzt. Die Protagonisten sind andere, die Ziele und Mittel der Opportunisten die gleichen. Der große Mechanismus Macht läuft weiter wie geschmiert bis in unsere Zeit. Das ist das Faszinierende und Aktuelle an diesem Stück. König Heinrich ist sich selbst genug. Er reflektiert nicht, dass überlässt er den Sterbenden, die er am Rande seines Weges liegen lässt. Insofern ist er ein heiterer König. Er fällt nur dadurch auf, dass er sich in die junge Anne Bullen, von der er sich einen männlichen Thronfolger erhofft, verliebt. Für diese Liebe lässt er sich von Katharina, seit 20 Jahren die Frau an seiner Seite, scheiden.
Die Theaterkompanie shakespeare & partner spielt diese Shakespeare-Aktualisierung – gewohnt rasant, professionell und unterhaltsam.