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Jazz in der Burg

Strings Only sind die etwas andere Jazzband. Das Quartett, bestehend aus Max Greger jr., Bernd K. Otto, Paul G. Ulrich und Martin Weiss mit dem weltbekannten Klarinettisten Hugo Strasser"

Sa., 11.07.2009, 20:00 Uhr

Red Hot Hottentots
Emil Mangelsdorff
Strings Only feat. Hugo Strasser
Moderation: Werner Lohr"

Strings Only feat. Hugo Strasser

Wie bereits der Bandname verrät, besteht diese Jazzformation nur aus Saiteninstrumenten. Zusammengestellt wurde das außergewöhnliche Quartett vom allseits bekannten Gitarristen und Banjospieler Bernd K. Otto. Er konnte sich nicht nur durch sein 20-jähriges Musizieren bei der „Barrelhouse Jazzband“ und seine eigenen Gruppen „Jazz Classics“ und „Frankfurt Swing All Stars“ einen Namen machen, sondern gestaltet auch seit über zehn Jahren weitgehend die Programme von Konzerten wie „Bingen Swingt“, „Idar-Obersteiner Jazz Tage“ oder anderen.

Leider verstarb im September 2006 unser lieber Kollege Aladar Pege. Für ihn konnten wir Paul G. Ulrich gewinnen. Aus Köln kommend steuert der Kontrabassist als jüngstes Mitglied sein virtuoses Können bei.
Glücklicherweise wird die Konzertgage nicht nach der Saitenanzahl der Instrumente aufgeteilt, denn dann hätte der sympathische Pianist Max Greger jr. bei 88 Saiten überdurchschnittlich „gute Karten“. Max Greger jr. erlangte nicht nur durch die jahrelange Mitwirkung in der Bigband und den kleineren Formationen seines Vaters, sondern auch als gefragter Solist und Chef seiner eigenen Band große Anerkennung in der Jazzszene.
Verfeinert wird dieses Ausnahmequartett durch einen der weltweit größten Jazzgeiger: Martin Weiss spielt nicht nur eine furiose Violine und zeitweise Gitarre und das alles mit „links“, sondern er singt auch noch. Seine atemberaubende Technik, sein samtiger Ton und seine geniale Musikalität machen das Zuhören zu einem besonderen Erlebnis.
Musikalisch haben sich die Vier, bei denen die Improvisation einen bedeutenden Platz einnimmt, auf bekannte Standards der Swing-Ära geeinigt, z.B. Titel aus dem Repertoire der legendären Bands von Count Basie, Duke Ellington oder Benny Goodman.

1922 in München geboren, als 5. von 6 Kindern der Familie. Die Eltern liebten die Musik und alle Strasser-Kinder durften ein Instrument ihrer Wahl erlernen. Bei Hugo fing es mit der Mundharmonika an. Im Alter von 7 Jahren spielte er in der Kinderstunde des Bayerischen Rundfunks sein erstes Solo.
Mit 16 kam er in die Akademie der Tonkunst und begann als Schüler von Professor Arnold, dem damaligen Soloklarinettisten der Bayerischen Staatsoper, sein Musikstudium.
Im 8. Semester wurde er zum Militär eingezogen und nach glücklicher Heimkehr spielte Hugo Strasser von 1945 an in den Soldatenclubs der US-Army und seine Neigung zur swingenden Musik kam hier voll zur Geltung. Über die Freddy Brocksieper-Band kam er 1949 zu Max Greger. Die großen Erfolge der ersten 5 Jahre mit Max ließen in ihm den Entschluß reifen, selbst eine Band zu gründen.
1955 war es dann soweit und das Orchester Hugo Strasser spielte seine erste, erfolgreiche Ballsaison im Deutschen Theater München.
Der Bayerische Rundfunk gab Hugo schon bald die Chance in vielen Life-Sendungen und Produktionen seine Band einem breiten Publikum vorzustellen. Durch die solistisch eingesetzte Klarinette mit dem unverkennbaren weichen Ton gelang es ihm, einen eigenen Sound zu entwickeln, der bis auf den heutigen Tag seine vielen Fans in aller Welt immer wieder begeistert.
Seit 40 Jahren ist er als das Tanzorchester bei der EMI Electrola und in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Tanzlehrer Verband wurde seine TANZPLATTE DES JAHRES in ununterbrochener Folge zur erfolgreichsten Tanzmusik-Produktion der Nachkriegszeit. Der heute 86-Jährige denkt nicht daran aufzuhören. Seine Vitalität ist ungebrochen und wie er selbst sagt: „Der
anhaltende Erfolg bei meinem großen Publikum ist die beste Medizin um mich fit zu halten. Ich hoffe noch, viele Jahre mit meinem Orchester zum Tanz aufspielen zu können.“
Das Tanzorchester Hugo Strasser ist heute führend in ganz Europa. Ob Tanzturniere internationaler Prägung, ob Kongresse, Jubiläumsgalas, oder Gesellschaftsbälle - das Repertoire dieser Band ist so vielseitig und perfekt, daß keine Wünsche offen bleiben.
Immer ist es das hohe, internationale Niveau der Musik, mit der die Hugo Strasser Band das Publikum begeistert. Ein Kritiker hat einmal geschrieben: „Dieses Orchester klingt im Ballsaal genau so hervorragend wie auf Schallplatten“ - diese Tatsache ist mit ein Grund für den, seit mehr als 50 Jahren, anhaltenden Erfolg.
Die Musiker kommen aus allen Ländern dieser Welt, sind absolute Spitze in ihrem Fach und - auch ein Kritikerwort - „musizieren mit Hingabe und Begeisterung“. Wim Thoelke hat bei einer Fernsehsendung über Hugo Strasser gesagt: „Knackig und drahtig, alles an ihm ist Musik und trotz seiner großen Erfolge ist er liebenswert, bescheiden und ohne Dünkel.“
So kennen ihn seine Fans, so mögen sie ihn und so kommt er bei seinem großen Publikum an. Er wird weiter schwimmen auf der Woge des Erfolges. Seine Plattenumsätze machen ihn seit vielen Jahren zum absoluten Marktführer in Sachen Tanzmusik und ob man ihm zuhört, oder nach seiner Musik tanzt, man spürt es: Dieser Hugo Strasser lebt für seine Musik.