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Der Barbier von Sevilla

Sa., 25.07.2009, 20:00 Uhr

Rosina: Britta Jacobus
Figaro, der Barbier von Sevilla - Adam Kim
Bartolo - William Wilson
Basilio: Vazgen Ghazaryan
Graf Almaviva - Paul Brodene Smith

Frankfurter Sinfoniker
Musikalische Leitung: Rhodri Britton

Opera Classica Europa

Spritzigkeit und Situationskomik, eingängige und raffinierte melodische Einfälle ließen Rossinis Geniestreich zu einem der Meisterwerke der Komischen Oper und seinen Protagonisten Figaro zum Synonym seines Berufstandes werden: „Ich bin das Faktotum der schönen Welt!“ Rossinis Werk genießt bis heute größte Popularität und ist als Standardwerk des internationalen Opernrepertoires eine der meistaufgeführten Opern der Welt. Den „Barbier von Sevilla oder Die nutzlose Vorsicht“ schrieb Rossini auf ein Libretto, das sich an Beaumarchais‘ gleichnamiges Schauspiel anlehnt. Die Uraufführung 1816 – unter Leitung des Komponisten – war ein Fiasko: ein Saiteninstrumentenpieler fiel der Länge nach hin, als eine Saite riss, und eine Katze lief über die Bühne. Unter Gelächter, Geschreie und Buh-Rufen musste der Vorhang fallen. Die Oper war eine Auftragsarbeit des Teatro Argentina, für deren Ausarbeitung Rossini weniger als 26 Tage blieben. Um die Oper in so kurzer Zeit fertig stellen zu können, arbeitete der Komponist zahlreiche Nummern aus seinen früheren Werken ein. Die berühmte Ouvertüre etwa war vorher bereits bei zwei anderen Opern Rossinis zum Einsatz gekommen. Neben Rossinis Oper gibt es eine weitere, ältere Vertonung des Stoffs von Paisiello; seine Oper Il barbiere di Siviglia wurde schon 1782 in Sankt Petersburg uraufgeführt und danach bis etwa 1800 in ganz Europa gespielt. Auch wenn Paisiellos Oper immer wieder als Rarität auf dem Spielplan von Opernhäusern und Festspielen auftaucht, genießt Rossinis Werk heute weitaus größere Popularität und ist als Standardwerk des internationalen Opernrepertoires eine der meistaufgeführten Opern der Welt.