top
 

zurück

Kabale und Liebe

Friedrich Schiller schrieb das bürgerliche Trauerspiel 1783, Kabale und Liebe wurde zum ersten großen sozialen deutschen Drama. Es ist die empörte Anklage gegen die Willkür und Tyrannei höfischer Macht, die die elementaren Rechte der Menschen völlig missachtet.

Sa., 02.08.2008, 20:00 Uhr

Regie: Harald Demmer
Bühne: Oliver Kostecka
Kostüme: Marion Hauer
Musik: Dennis Scheider

Präsident von Walter, am Hof eines deutschen Fürsten - Johann Krummenacher
Ferdinand, sein ösohn - Daniel Mutlu
Hofmarschall von Kalb - Thomas Pohn
Lady Milford, Favoritin des Fürsten - Hanna Jürgens
Wurm, Haussekretär des Fürsten - Martin Müller
Miller, Stadtmusikant, oder wie man sie an einigen Orten nennt, Kunstpfeifer - Ulrich Cyran
Dessen Frau - Ellen Schulz
Luise, dessen Tochter - Sonia Hausséguy
Sophie, Kammerjungfer der Lady - Miriam Kohler
Ein Kammerdiener des Fürsten - Jubril Sulaimon

Friedrich Schiller schrieb das bürgerliche Trauerspiel 1783 unter dem Titel Luise Millerin. Zur Umbenennung in Kabale und Liebe kam es auf Vorschlag des Schauspielers und Theaterleiters Iffland. Kabale und Liebe wurde zum ersten großen sozialen deutschen Drama. Es ist die empörte Anklage gegen die Willkür und Tyrannei höfischer Macht, die die elementaren Rechte der Menschen völlig missachtet.
Ferdinand von Walter und Luise, Tochter des Stadtmusikanten Miller, lieben sich. Diese Verbindung über Standesgrenzen hinweg schmeichelt zwar Luises Mutter. Ihr Vater hält sie aber für unrealistisch. Auch Ferdinands Vater, Präsident der Residenz, ist gegen eine Heirat seines Sohnes mit einer Bürgerlichen. Er will Ferdinand mit Lady Milford, der Mätresse des Herzogs, verheiraten um so seinen Einfluss bei Hofe zu vergrößern. Ferdinand rebelliert gegen den Plan seines Vaters und hält an seiner Liebe zu Luise fest. Um ihn davon abzubringen, initiieren der Präsident und sein Sekretär Wurm, zugleich Nebenbuhler Ferdinands, eine heimtückische Intrige: Luises Eltern werden grundlos verhaftet. Sodann wird Luise mit der andernfalls ihren Eltern bevorstehenden Hinrichtung zu einem fingierten Liebesbrief an den Hofmarschall von Kalb erpresst. Außerdem muss sie einen Eid auf ihr Leben schwören, diesen Brief freiwillig geschrieben zu haben. Der Brief wird Ferdinand zugespielt und weckt gezielt dessen Eifersucht. Luise will sich nun durch Freitod vom Eid lösen, um Ferdinand wenigstens sterbend die Wahrheit sagen zu können. Ihr Vater hält sie davon ab, indem er an ihre Treue ihm gegenüber appelliert. Luise muss also auf Ferdinands Vorwürfe schweigen. Blind vor Wut und Verzweiflung vergiftet Ferdinand sich und Luise. Sterbend ist sie jetzt frei von ihrer Schweigepflicht und kann Ferdinand vergeben.