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Der Hauptmann von Köpenick

Das Stück um den Schuhmacher und Zuchthäusler Wilhelm Voigt, der als Hauptmann verkleidet den Bürgermeister von Köpenick verhaftet und die Stadtkasse mitgehen lässt. Die als Köpenickiade sprichwörtlich gewordene Geschichte wurde u.a. mit Heinz Rühmann kongenial verfilmt.

Do., 31.07.2008, 20:00 Uhr

Regie: Barbara Neureiter
Bühne: Susanne Pische
Musik: Laurenz Wannenmacher

Wilhelm Voigt - Jürgen Mikol
Wabschke, Wachtmeister u.a. - Herbert Schöberl
Wernicke, Grenadier, Gefängnisaufseher, Friedrich Hoprecht, u.a. - Ulrich Cyran
Willy Wormser, Oberwachtmeister, Zivilist, Pudristy, Schreiber, Präsidialrat - Steffen Lehmann
Adolf Wormser, Schulze, Polizist, Gefängnisdir., 2. Bahnbeamter, Kilian, von Jahow - Johann Krummenacher
Krankes Mädchen, Passantin - Sonia Hausséguy
Frau Obermüller - Hanna Jürgens
Hauptmann v. Schlettow, Pastor - Thomas Pohn
Pleureusenmieze, Frau Hoprecht, Passantin, Kellnerin - Marina Matthias
Obermüller, Pastor - Kai Möller
Fanny - Inka Bretschneider

„Im ersten Teil stirbt man vor Lachen. Im zweiten merkt mancher, dass er noch lebt.“ So beschrieb der Kritiker Alfred Kerr das Stück um den Schuhmacher und Zuchthäusler Wilhelm Voigt, der als Hauptmann verkleidet den Bürgermeister von Köpenick verhaftet. Die als Köpenickiade sprichwörtlich gewordene Geschichte wurde u.a. mit Heinz Rühmann kongenial verfilmt.

Wilhelm Voigt gab’s wirklich: Er wurde 1849 als Sohn eines Schuhmachers in Tilsit geboren. Schon mit 14 Jahren wurde er wegen Diebstahls zu 14 Tagen Haft verurteilt. Zwischen 1864 und 1891 wurde er viermal wegen erneuten Diebstahls und zweimal wegen Urkundenfälschung verurteilt. Er verbrachte viele Jahre in Haft. Nach seiner Entlassung 1906 zog der arbeitslose Schuhmacher nach Wismar und arbeitete dort beim Hofschuhmachermeister Hilbrecht in der Lübschen Straße 11, bis er das Aufenthaltsverbot für das Großherzogtum Meclenburg-Schwerin erhielt. Danach zog er zu seiner Schwester nach Rixdorf. bei Berlin (heute Bezirk Neukölln). Am 24. August 1906 wurde Wilhelm Voigt auch für den Großraum Berlin ein Aufenthaltsverbot erteilt, an das er sich jedoch nicht hielt. Und hier beginnt Zuckmayers Tragikomödie…