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Madame Butterfly

Oper von Giacomo Puccini in drei Akten

Mo. 6.8.2007, 20 Uhr

Startenor Keith Ikaia-Purdy - Wiener Staatsoper
Eliana Lappalainen (Sopran) - Mailänder Scala
Marcello Lippi (Bariton) - Theatro Regio di Torino
Solisten der Opera Classica Europa
Auswahlchor L'Opera Piccola
Opera Orchestra Plovdiv (Bulgarien)

"Immer nur lächeln": Die grazile und bezaubernde Geisha Cio-Cio-San, genannt Madame Butterfly, und der junge U.S. Marineleutnant Pinkerton. Was geschieht, wenn eine Frau und ein Mann aus zwei verschiedenen Kulturen sich begegnen? Madame Butterfly, kein Rührstück vor exotischer Kulisse, sondern die Tragödie zweier Individuen, die auch von den Abgründen zwischen den Geschlechtern erzählt. Obschon bereits in Amerika verlobt, heiratet Pinkerton Cio-Cio-San. Kurz nach der Hochzeitsnacht segelt er wieder in die Heimat. Was bleibt der Verlassenen? Das Warten und der Alltag mit ihrer Gefährtin Suzuki - und das Kind. Die Jahre der Einsamkeit zeichnen Cio-Cio-San, doch lässt sie sich die Hoffnung auf die Rückkehr des Geliebten nicht nehmen und flüchtet sich in Träume und Illusionen, an die sie sich klammert und die sie vehement verteidigt.

Japan ist hier nicht das exotische Paradies, das der nüchternen europäischen Welt gegenübergestellt wird. Die Charaktere zerbrechen am Zustand der Welt und an den Dogmen der jeweiligen Kultur. Erzählt werden keine privaten Missgeschicke, sondern der starre Gesellschaftskontext bewirkt bei den Individuen Deformationen, die sie ohnmächtig vor ihren Lebenssituationen resignieren lassen.

Madame Butterfly, die 1904 an der Mailänder Scala uraufgeführt wurde, hat Giacomo Puccini selbst als sein "bestes und modernstes Werk" bezeichnet.