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Blechschaden

Die Blechbläser der Münchner Philharmoniker

Do. 26.7.2007, 20 Uhr
Fr. 27.7.2007, 20 Uhr

Die Blechbläser der Münchner Philharmoniker
Musikalische Leitung und Moderation: Bob Ross

Seit über 20 Jahren hält die Freude des Publikums an diesem einzigartigen Ensembles an. Die Erfolgsstory ist untrennbar mit dem schottischen Dirigenten und Entertainer Bob Ross verbunden. Sein typisch-ironisches Motto: "Wir Blechbläser sitzen im Orchester immer hinten, und ich wollte auch mal vorne stehen." Seine unnachahmliche locker-spritzige Moderation unterhält die Zuhörer mit köstlichen Geschichten und so manchen selbst erfundenen Schottenwitzen mit vielen aktuellen Bezügen. Der Hornist der Münchner Philharmoniker dirigiert seine Kollegen, die auf hohem Niveau ein anspruchsvolles und zugleich sehr unterhaltsames Musikprogramm anbieten. Diesen Abend vergisst niemand so schnell, der Spaß daran hat, bekannte Musik einmal in dieser Interpretation zu hören.

Begonnen hatte alles mit einem einzigen Schrei, als Bob Ross im Jahre 1954 im schottischen Kirkcaldy das karge Licht seiner sparsamen Heimat erblickte. Heute, mehr als 50 Jahre später, ist es das Publikum, das sich von ihm und seinem Ensemble Blechschaden immer wieder zu frenetischem Jubel hinreißen lässt. Schon in seiner Jugend war Bob Ross fasziniert von der ungewöhnlichen Musik der Brassbands der Bergarbeiter, die in seiner Heimat eine lange Tradition haben. Wie hier zu Lande die Fußballmannschaften der Bundesliga, liefern sich dort die einzelnen Laien-Kapellen einen erbitterten Wettstreit in der Champions-League der Brassbrands, um vielleicht einmal bei der Weltmeisterschaft in der Londoner Royal Albert Hall spielen zu können. Von der Begeisterung des quirligen Schotten und dessen Liebe zu dieser außergewöhnlichen Musik ließen sich in Deutschland Bob Ross´ Kollegen bei den Münchner Philharmonikern anstecken - seit 1985 begeistert Blechschaden unter seiner schottischen Regie weltweit ein breites Publikum. In Münchens "Kulturvollzugsanstalt" ist er bei den klassischen Konzerten der Münchner Philharmoniker nach wie vor für den weltweit berühmten, runden und schönen Klang der Blechblasgruppe verantwortlich, der als "Bruckner-Klang" eine lange und hehre Tradition hat.

Blechschaden, der seine Internetdomain einem Schrotthändler abkaufte, ist mit seinen mehr als 50 Konzerten pro Jahr für jeden Veranstalter "so etwas wie eine sichere Bank" (Straubinger Tagblatt). Die Mischung aus Klassik und Entertainment spricht alle an von jung bis alt und füllt jeden Saal. "Virtuose Bläser-Eskapaden, gepaart mit Witz, Ironie und meisterhaften Arrangierkünsten für ein einschlägig routiniertes Spitzen-Ensemble. Kommen noch medienwirksame Bühneneffekte dazu, dann sind Einschaltquoten und Beifallsstürme gesichert" (Klassik heute). Langeweile ist tatsächlich ein Fremdwort für die zwölf Vollblutmusiker, die vor allem durch ihre Spielfreude und Virtuosität überzeugen. Was bleibt, ist ein musikalischer Genuss durch alle Stilrichtungen von Renaissance bis zu Rock und Rap - ein Kunstgenuss auch auf CD. Schon zweimal, 1999 und 2002, wurde Blechschaden für die CDs "Brassomania" und "Blechschaden in Blech" mit dem Deutschen Schallplattenpreis "Echo Klassik" ausgezeichnet.

Überregionale Aufmerksamkeit erregte das Ensemble auch durch seine ebenso tatkräftige wie lautstarke Unterstützung bei den Heimspielen der Spielvereinigung Unterhaching in der Bundesliga. Dank eines Aufrufes von Bob Ross unterstützten nicht nur Blechschaden, sondern 300 weitere Blechbläser den Verein. Die Verbundenheit mit Unterhaching ging so weit, dass Blechschaden sich seinen ersten "Echo" nicht bei der Live-Sendung im ZDF, sondern bei einem Bundesligaspiel in der Pause vor 15.000 Fußballfans abholte. So steht nach wie vor fest: Blechschaden hat seinen Platz in der ersten Liga der musikalischen Unterhaltung behaupten können.

2005 wurde auf arte ein Portrait der Gruppe Blechschaden ausgestrahlt, das in Bob Ross' schottischer Heimat und in der Wiege der Brassmusik gedreht wurde. Dabei kam es zu einem spontanen Straßenkonzert von Blechschaden in Edinburgh, denn eines haben die ansonsten so ernsten Philharmoniker-Musiker nicht verlernt: die Freude, ein Publikum mit Blechschaden zu überraschen.